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Ziemlich beste Freunde: Die wahre Geschichte hinter dem Film

Henry William Thompson Murray • 2026-07-21 • Gepruft von Daniel Becker

Es gibt Freundschaftsgeschichten, die sich so unglaublich anhören, dass sie nur erfunden sein können. „Ziemlich beste Freunde“ ist eine davon – und doch basiert sie auf einer wahren Begebenheit.

Veröffentlichung: 2011 ·
Einspielergebnis: über 426 Millionen US-Dollar ·
IMDb-Bewertung: 8,5/10 ·
Hauptdarsteller: François Cluzet und Omar Sy

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
  • Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Philippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou (Tagesspiegel)
  • Philippe Pozzo di Borgo verunglückte 1993 beim Paragliding (Tagesspiegel)
  • Omar Sy spielt Driss, François Cluzet spielt Philippe (FILMSTARTS)
2Was unklar ist
  • Wie genau die Freundschaft nach dem Film im Alltag fortbestand (Tagesspiegel)
  • Ob Sellou tatsächlich eine Hühnerzucht oder eine Transportfirma betreibt (tv.de)
3Zeitleisten-Signal
  • 1993: Paragliding-Unfall von Philippe Pozzo di Borgo (Tagesspiegel)
  • 2011: Kinostart von „Ziemlich beste Freunde“ (Netflix)
  • 2023: Tod von Philippe Pozzo di Borgo (Tagesspiegel)
4Wie es weitergeht
  • Der Film bleibt auf Netflix, Prime Video und Joyn verfügbar (Netflix)
  • Abdel Sellou arbeitet heute als Unternehmer und Motivationsredner (BILD)

Neun zentrale Fakten auf einen Blick – von der Besetzung bis zum Einspielergebnis, eines zeigt sich: Der Film vereint kommerziellen Erfolg mit einer außergewöhnlichen, weil echten Geschichte.

Merkmal Wert
Originaltitel Intouchables
Erscheinungsjahr 2011
Regie Olivier Nakache, Éric Toledano
Drehbuch Olivier Nakache, Éric Toledano
Hauptdarsteller François Cluzet, Omar Sy
Genre Tragikomödie
Länge 112 Minuten
FSK 12
Einspielergebnis 426 Millionen US-Dollar

Die Eckdaten des französischen Kinoerfolgs zeigen eine Tragikomödie, die weltweit Maßstäbe setzte.

Ist Ziemlich beste Freunde eine wahre Geschichte?

Der Kern

Die Filmfigur Philippe ist kein reines Kunstprodukt – sie geht auf einen echten französischen Adligen zurück, der nach einem Unfall vom Hals abwärts gelähmt war. Der Regisseur traf eine mutige Entscheidung: Statt einer erfundenen Tragikomödie drehte er eine verbürgte Freundschaft.

Wer sind die realen Vorbilder?

  • Philippe Pozzo di Borgo war Geschäftsführer des Champagner-Herstellers Pommery, bevor er 1993 beim Paragliding verunglückte und fortan querschnittsgelähmt war (Tagesspiegel).
  • Abdel Sellou, damals Anfang zwanzig und algerischer Herkunft, wurde sein Pfleger – und die Vorlage für die Filmfigur Driss (Tagesspiegel).
  • Die Grundlage des Films bildet Philippe Pozzo di Borgos Autobiografie „Le second souffle“ aus dem Jahr 2001 (Tagesspiegel).

Wie ähnlich ist der Film der Realität?

  • Der Film hält sich in den Grundzügen an die echte Biografie: Ein wohlhabender, querschnittsgelähmter Adliger engagiert einen jungen Mann aus schwierigen Verhältnissen als Pfleger (Netflix).
  • Einige Szenen wurden für das Kino verdichtet oder dramatisiert – etwa das berühmte Tempolimit-Spektakel mit dem Maserati (BILD).
  • Die emotionale Grundspannung – ein Mann, der durch seinen Pfleger neuen Lebensmut findet – ist authentisch (Tagesspiegel).

Was hat Philippe Pozzo di Borgo über den Film gesagt?

  • Philippe Pozzo di Borgo zeigte sich nach Angaben des Tagesspiegel mehrfach beeindruckt davon, wie einfühlsam das Regie-Duo seine Geschichte umgesetzt habe (Tagesspiegel).
  • Er betonte, dass die Freundschaft zu Abdel Sellou sein Leben verändert habe – und dass der Film diesen Geist einfange, auch wenn nicht jedes Detail der Realität entspreche (BILD).
Fazit: Die Geschichte von Philippe und Abdel ist real und tiefgehend – der Film bleibt nah am Original, schmückt aber einzelne Szenen aus. Wer die wahre Freundschaft sucht, findet sie in der Autobiografie und in Interviews noch ungefilterter.

Das bedeutet: Wer den Film liebt, unterschätzt oft, wie viel Mut und Vertrauen die echte Beziehung erforderte – ein Pfleger mit Vorstrafen, ein Arbeitgeber ohne Arme. Das Kino zeigt die Leichtigkeit, das Leben lieferte die Tiefe.

Was wurde aus Philippe Pozzo di Borgo?

Was übrig bleibt

Philippe Pozzo di Borgo starb 2023 – ein Mann, der zweimal sein Leben verlor und zweimal eines zurückgewann. Sein Vermächtnis ist nicht nur der Film, sondern die Frage, was echte Abhängigkeit mit einem Menschen macht.

Wie reich war Philippe Pozzo di Borgo?

  • Als Geschäftsführer der Champagner-Marke Pommery verfügte Philippe Pozzo di Borgo über ein beträchtliches Vermögen (Tagesspiegel).
  • Nach seinem Unfall 1993 musste er seine Position aufgeben, blieb aber finanziell abgesichert (Tagesspiegel).
  • Sein Reichtum war im Film ein zentrales Stilmittel – der Kontrast zwischen Philippes Luxusleben und Driss’ Herkunft ist eine der treibenden Kräfte der Handlung (FILMSTARTS).

Ist Philippe Pozzo di Borgo gestorben?

  • Ja, Philippe Pozzo di Borgo starb im Jahr 2023. Die Todesnachricht wurde von mehreren französischen und deutschen Medien bestätigt.
  • Sein Tod markiert das Ende eines Lebens, das von zwei radikalen Brüchen geprägt war: dem Unfall 1993 und dem Verlust seiner Frau 1996 (BILD).

Was war seine Lebensgeschichte?

  • Am 27. Juni 1993 verunglückte Philippe Pozzo di Borgo beim Paragliding und wurde vom Hals abwärts querschnittsgelähmt (Tagesspiegel).
  • 1996 starb seine Frau – ein Schicksalsschlag, der im Film nur am Rande vorkommt (BILD).
  • Später fand er eine neue Partnerin und lebte mit ihr und zwei Töchtern in Marokko (BILD).

Was das bedeutet: Philippe Pozzo di Borgo war kein Opfer, sondern ein Unternehmer, der nach jedem Verlust neu anfing. Der Film zeigt nur einen Ausschnitt – das wirkliche Leben war härter, aber auch reicher an Wendungen.

Warum verlässt Driss Philippe?

Der Wendepunkt

Die Trennung ist der emotionale Höhepunkt des Films – und im wahren Leben der Moment, an dem die Freundschaft auf die Probe gestellt wurde. Driss verlässt Philippe nicht aus Gleichgültigkeit, sondern aus Verantwortung.

Was passiert im Film nach dem Verlassen?

  • Driss kehrt zu seiner Familie zurück, um sich um seine Geschwister zu kümmern – eine Entscheidung, die Philippe respektiert, aber die ihn tief trifft (FILMSTARTS).
  • Nach der Trennung stellt Philippe einen neuen Pfleger ein, doch die Chemie stimmt nicht. Driss kehrt zurück und nimmt Philippe mit auf eine Ausfahrt, die die Freundschaft endgültig besiegelt (Netflix).

Basiert diese Szene auf einer wahren Begebenheit?

  • Ja, auch im echten Leben gab es eine Phase, in der Abdel Sellou sich zurückzog – allerdings nicht nur aus familiären Gründen, sondern auch, weil er beruflich eigene Wege gehen wollte (Tagesspiegel).
  • Die Rückkehr von Driss im Film ist eine dramaturgische Zuspitzung – im wahren Leben blieb der Kontakt bestehen, auch wenn Abdel nicht mehr täglich pflegte (BILD).

Der Trade-off: Der Film opfert hier die chronologische Genauigkeit für emotionale Wucht. Das Publikum bekommt einen Abschied, der im wahren Leben nie so stattfand – aber die Sehnsucht nach Versöhnung ist echt.

Wo wird Ziemlich beste Freunde gestreamt?

Die Verfügbarkeit

Der Film hat sich vom Kinophänomen zum Streaming-Dauerbrenner entwickelt. Wer ihn heute sehen will, hat mehrere Optionen – aber nicht jede Plattform bietet ihn in jeder Sprache an.

Ist der Film auf Netflix verfügbar?

  • Ja, „Ziemlich beste Freunde“ ist im deutschen Netflix-Katalog enthalten und dort in der Originalfassung sowie in der deutschen Synchronisation abrufbar (Netflix).

Kann man den Film auf Prime Video sehen?

  • Ja, auch Amazon Prime Video führt den Film in seinem Angebot – meist als Teil des Abonnements, gelegentlich als Leihe oder Kauf (Netflix).
  • Zusätzlich ist der Film auf Joyn verfügbar, dem kostenlosen Streaming-Dienst von ProSiebenSat.1.

Gibt es den Film auf DVD oder Blu-ray?

  • Ja, „Ziemlich beste Freunde“ ist auf DVD und Blu-ray erhältlich – sowohl als Einzelausgabe als auch in Sondereditionen mit Bonusmaterial (FILMSTARTS).

Die Praxis: Wer den Film sofort sehen will, wählt Netflix oder Prime Video. Wer die Extras sucht – Interviews, Hintergrundberichte – greift zur Blu-ray. Die Streaming-Anbieter wechseln die Titel, der Film ist aber in Deutschland so präsent, dass er selten lange fehlt.

Was macht Abdel Sellou jetzt?

Das zweite Leben

Abdel Sellou, einst Pfleger und später weltberühmt als Filmvorlage, hat sich mehrfach neu erfunden. Seine Geschichte nach dem Film ist weniger glamourös, aber nicht weniger bemerkenswert.

Was hat Abdel Sellou nach dem Film gemacht?

  • Nach dem Erfolg des Films arbeitete Abdel Sellou als Unternehmer und Motivationsredner – er hält Vorträge über seine Erfahrungen als Pfleger und über die Kraft der Freundschaft (BILD).
  • Berichten zufolge leitete er zeitweise eine Transportfirma in Algerien und hat drei Kinder (BILD).
  • Eine andere Quelle beschreibt ihn als Betreiber einer Hühnerzucht in Algerien – die Angaben zu seinen genauen Tätigkeiten variieren (tv.de).

Hat er ein Buch geschrieben?

  • Ja, Abdel Sellou hat ein Buch über seine Erfahrungen veröffentlicht – ähnlich wie Philippe Pozzo di Borgo mit „Le second souffle“ (Tagesspiegel).
  • Sein Buch beleuchtet die Zeit als Pfleger aus seiner Perspektive und ergänzt die Erzählung des Films um eine wichtige Stimme (BILD).

Wie ist seine Beziehung zu Philippes Familie heute?

  • Abdel Sellou pflegte bis zu Philippes Tod im Jahr 2023 regelmäßigen Kontakt zu ihm (Tagesspiegel).
  • Die Freundschaft, die im Film so innig dargestellt wird, hatte auch im wahren Leben Bestand – wenn auch weniger dramatisch, dafür aber beständiger (BILD).

Das Muster: Abdel Sellou hat sich aus der Pflegerolle in ein eigenständiges Leben entwickelt – genau das wollte Philippe Pozzo di Borgo für ihn. Der Film zeigt eine Freundschaft auf Augenhöhe, und im echten Leben wurde dieses Ideal tatsächlich Wirklichkeit.

Zeitleiste der wichtigsten Ereignisse

Datum Ereignis
27. Juni 1993 Paragliding-Unfall von Philippe Pozzo di Borgo – er wird vom Hals abwärts querschnittsgelähmt (Tagesspiegel)
1996 Tod der Frau von Philippe Pozzo di Borgo (BILD)
2001 Veröffentlichung der Autobiografie „Le second souffle“ (Tagesspiegel)
2011 Kinostart von „Ziemlich beste Freunde“ (Originaltitel: Intouchables) (Netflix)
2023 Tod von Philippe Pozzo di Borgo

Die Chronologie zeigt, dass zwischen Unfall und Kinoerfolg fast zwei Jahrzehnte lagen – die Freundschaft hatte lange Zeit, zu reifen.

Was gesichert ist – und was nicht

Bestätigte Fakten

  • Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Philippe Pozzo di Borgo und Abdel Sellou (Tagesspiegel)
  • Philippe Pozzo di Borgo starb 2023
  • Abdel Sellou hat ein Buch über seine Erfahrungen veröffentlicht (Tagesspiegel)
  • Omar Sy gewann den César für seine Rolle als Driss (FILMSTARTS)
  • Der Film spielte weltweit über 426 Millionen US-Dollar ein

Was unklar ist

  • Wie genau die Freundschaft nach dem Film im Alltag fortbestand (Tagesspiegel)
  • Ob Abdel Sellou heute eine Transportfirma oder eine Hühnerzucht betreibt – die Quellen widersprechen sich (BILD / tv.de)
  • Ob Philippe Pozzo di Borgo bis zuletzt in Marokko lebte (BILD)

„Sie haben keine Arme, aber sie haben einen Kopf.“

– Driss (Omar Sy) im Film „Ziemlich beste Freunde“

„Abdel war kein Pfleger im klassischen Sinne. Er war ein Freund, der mich wieder zum Lachen gebracht hat.“

– Philippe Pozzo di Borgo über Abdel Sellou (laut Tagesspiegel-Bericht)

Für das deutsche Publikum, das den Film liebt und die wahre Geschichte dahinter sucht, ist die Entscheidung klar: Wer nur das Kino kennt, hat erst die Hälfte verstanden. Die Lektüre der Autobiografie oder ein Vortrag von Abdel Sellou zeigen eine Freundschaft, die nicht auf der Leinwand endet – sondern dort erst richtig beginnt. Wer sich darauf einlässt, bekommt eine Geschichte, die noch lange nach dem Abspann weiterwirkt.

Häufig gestellte Fragen

Wer hat das Drehbuch zu „Ziemlich beste Freunde“ geschrieben?

Das Drehbuch stammt von den Regisseuren Olivier Nakache und Éric Toledano, die es auf Basis der Autobiografie von Philippe Pozzo di Borgo entwickelten (FILMSTARTS).

Welche Musik wird im Film verwendet?

Der Soundtrack enthält unter anderem Stücke von Ludovico Einaudi („Fly“), George Benson und Earth, Wind & Fire. Die Musik spielt eine zentrale Rolle für die emotionale Wirkung des Films.

Ist der Film auf Deutsch verfügbar?

Ja, der Film lief in Deutschland unter dem Titel „Ziemlich beste Freunde“ und ist in einer deutschen Synchronisation auf Netflix, Prime Video und DVD erhältlich (Netflix).

Wie alt war Omar Sy bei den Dreharbeiten?

Omar Sy wurde 1978 geboren und war bei Drehbeginn 2010 etwa 32 Jahre alt. Er spielte die Rolle des Driss, die auf Abdel Sellou basiert.

Gibt es eine amerikanische Neuverfilmung?

Ja, 2017 erschien mit „The Upside“ ein US-Remake mit Kevin Hart und Bryan Cranston. Der Film konnte an den Erfolg des Originals nicht anknüpfen.

Wie lange dauerte die Produktion des Films?

Die Dreharbeiten fanden 2010 statt und erstreckten sich über etwa zwei Monate. Der Film kam 2011 in die Kinos.

Wo wurde der Film gedreht?

Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in Paris und Umgebung statt, darunter das Palais des Glaces und verschiedene Wohnhäuser im 16. Arrondissement.



Henry William Thompson Murray

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