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Repevax: 4-fach Impfung – Wirkung und Dauer

Henry William Thompson Murray • 2026-06-15 • Gepruft von Daniel Becker

Wer als Erwachsener seine Impfungen auffrischen möchte, stößt vor allem auf Kombinationspräparate – und Repevax ist dabei ein bewährter Standard. Der Tdap-IPV-Impfstoff schützt gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis und Poliomyelitis und ist ab drei Jahren zugelassen (Sanofi – Fachinformation).

Impfstofftyp: Tdap-IPV (Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis) ·
Zulassungsalter: ab 3 Jahren ·
Anwendung: Auffrischimpfung ·
Hersteller: Sanofi Pasteur ·
Verabreichung: intramuskulär, Fertigspritze

Kurzüberblick

1Bestätigte Fakten
2Was unklar ist
3Zeitleisten-Signal
4Wie es weitergeht
  • Weitere Studien zur Langzeitwirksamkeit erwartet (Paul-Ehrlich-Institut)
  • Betriebsärztliche Empfehlungen werden aktualisiert (Sanofi)

Die folgende Tabelle fasst die wichtigsten Eigenschaften von Repevax auf einen Blick zusammen.

Eigenschaft Wert
Impfstoffname Repevax
Typ Tdap-IPV (Totimpfstoff)
Zugelassen ab 3 Jahren
Anwendung Auffrischimpfung
Impfschutz gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis
Hersteller Sanofi Pasteur
Verabreichung Intramuskulär, Fertigspritze
Auffrischintervall Alle 10 Jahre

Was für eine Impfung ist Repevax?

Repevax ist ein sogenannter Tdap-IPV-Kombinationsimpfstoff – das Kürzel steht für die Bestandteile: Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten) und inaktivierte Poliomyelitis (Kinderlähmung). Es handelt sich um einen Totimpfstoff, der keine vermehrungsfähigen Erreger enthält und daher auch für Menschen mit geschwächtem Immunsystem geeignet ist (Sanofi – Fachinformation).

Welche Wirkstoffe enthält Repevax?

Eine Dosis zu 0,5 ml enthält gereinigte Toxoide von Diphtherie (≥2 IE) und Tetanus (≥20 IE) sowie inaktivierte Pertussis-Antigene und inaktivierte Polioviren (Typ 1, 2, 3). Die genaue Zusammensetzung ist in der Fachinformation dokumentiert (Sozialministerium Österreich – Fachinformation).

Für wen ist Repevax zugelassen?

Die Zulassung gilt für Personen ab drei Jahren als Auffrischimpfung nach erfolgter Grundimmunisierung. Das Paul-Ehrlich-Institut bestätigt die Anwendung ab diesem Alter (Paul-Ehrlich-Institut – Impfstoffdatenbank). Wichtig: Repevax darf nicht zur Grundimmunisierung verwendet werden – das stellt die deutsche Fachinformation klar (Sanofi – Fachinformation).

Der Kern

Repevax ist eine reine Auffrischimpfung – wer noch nie gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis oder Polio geimpft wurde, muss zuerst eine Grundimmunisierung mit anderen Impfstoffen erhalten.

Fazit: Repevax ist ein Tdap-IPV-Totimpfstoff, der als Auffrischung ab drei Jahren zugelassen ist. Das Paul-Ehrlich-Institut bestätigt die Sicherheit und Wirksamkeit. Für Erwachsene ohne vollständige Grundimmunisierung: Zuerst die Basis schaffen, dann auffrischen.

Die zentrale Voraussetzung bleibt also die abgeschlossene Grundimmunisierung – ohne sie ist Repevax nicht anwendbar.

Ist Repevax die 4-fach Impfung?

Ja, Repevax ist eine 4-fach Impfung – genauer gesagt ein Tdap-IPV-Kombinationsimpfstoff, der gegen vier Krankheiten schützt. Der Begriff „4-fach Impfung“ wird im deutschsprachigen Raum häufig für solche Kombinationspräparate verwendet.

Welche 4-fach Impfungen gibt es für Erwachsene?

Neben Repevax sind in Deutschland und Österreich auch Impfstoffe wie Revaxis (Tdap-IPV, ebenfalls von Sanofi) und Tetravac (Tdap-IPV, von Sanofi) erhältlich. Die Unterschiede liegen vor allem in der Pertussis-Antigenzusammensetzung und den Zulassungsdetails (Paul-Ehrlich-Institut – Impfstoffvergleich).

Die folgende Tabelle vergleicht die drei gängigen 4-fach Impfstoffe für Erwachsene.

Impfstoff Hersteller Besonderheit
Repevax Sanofi Pasteur Höhere Pertussis-Antigenkonzentration
Revaxis Sanofi Pasteur Andere Dosierung der Einzelkomponenten
Tetravac Sanofi Pasteur Alternatives Pertussis-Antigenset

Was ist der Unterschied zwischen Repevax und Revaxis?

Beide Impfstoffe enthalten die gleichen vier Komponenten, aber Repevax enthält zusätzlich Pertussis-Antigene in höherer Konzentration (azelluläre Pertussis-Komponente). Revaxis ist ebenfalls als Auffrischimpfung zugelassen, unterscheidet sich jedoch in der Dosierung der Einzelkomponenten (Paul-Ehrlich-Institut – Produktdaten).

Der Vergleich

Beide Impfstoffe sind Tdap-IPV-Präparate – der entscheidende Unterschied liegt in der Antigenzusammensetzung. Der Arzt wählt das passende Präparat je nach Impfanamnese und verfügbaren Beständen.

Fazit: Repevax ist eine 4-fach Impfung, aber nicht die einzige. Vergleichen Sie mit Revaxis – beide schützen vor den gleichen vier Krankheiten, die Pertussis-Komponente variiert.

Die Auswahl des Impfstoffs bleibt eine individuelle ärztliche Entscheidung – die Impfstoffverfügbarkeit spielt dabei eine Rolle.

Was beinhaltet die 4-fach Impfung für Erwachsene?

Die 4-fach Impfung kombiniert Impfstoffe gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis (Keuchhusten) und Poliomyelitis (Kinderlähmung) in einer einzigen Spritze. Sie wird als Auffrischimpfung für Erwachsene alle zehn Jahre empfohlen (PatientenInfo-Service).

Warum ist die 4-fach Impfung für Erwachsene wichtig?

Der Schutz gegen Tetanus und Diphtherie lässt mit der Zeit nach. Pertussis wird oft von Erwachsenen auf Säuglinge übertragen – eine Auffrischung schützt nicht nur den Geimpften, sondern auch das Umfeld. Der betriebsärztliche Dienst empfiehlt die Impfung daher für alle Erwachsenen, die regelmäßig Kontakt zu Kindern haben oder in medizinischen Berufen arbeiten (Sozialministerium Österreich – Empfehlungen).

Der Haken

Eine versäumte Auffrischung kann nicht nur die persönliche Gesundheit gefährden – bei Keuchhusten sind es vor allem ungeimpfte Säuglinge, die schwer erkranken. Der betriebsärztliche Dienst weist auf diese Verantwortung hin.

Fazit: Die 4-fach Impfung für Erwachsene ist mehr als ein persönlicher Schutz – sie ist ein Beitrag zum Gemeinwohl. Der betriebsärztliche Dienst rät allen Beschäftigten im Gesundheitswesen zur Auffrischung.

Diese Impfung hat damit eine öffentliche Gesundheitsdimension, die über den individuellen Nutzen hinausreicht.

Wie oft muss Repevax geimpft werden?

Die Standardempfehlung lautet: Auffrischimpfung alle zehn Jahre nach abgeschlossener Grundimmunisierung im Kindesalter. In bestimmten Situationen kann eine frühere Auffrischung nötig sein – zum Beispiel nach einer Verletzung mit Tetanusrisiko (PatientenInfo-Service).

Wie lange hält der Impfschutz von Repevax?

Studien zeigen, dass die Antikörperspiegel nach einer Auffrischung mit Repevax über mindestens zehn Jahre auf einem schützenden Niveau bleiben. Die genaue Dauer kann individuell variieren (Sozialministerium Österreich – Fachinformation).

Wann ist eine Auffrischimpfung nötig?

Die österreichische Fachinformation nennt Intervalle von fünf bis zehn Jahren – je nach Impfstatus und Exposition. Ein Mindestabstand von vier Wochen zu einer vorherigen dT-Impfung muss eingehalten werden (Sanofi – deutsche Fachinformation).

Die Praxis

Wer nicht sicher ist, wann die letzte Impfung war: Ein Blick in den Impfausweis oder die Nachfrage beim Hausarzt hilft. Im Zweifel wird eine Auffrischung nicht schaden – der Sicherheitsabstand von vier Wochen ist leicht einzuhalten.

Fazit: Repevax wird alle zehn Jahre aufgefrischt. Nach Verletzungen oder bei unklarem Impfstatus kann eine frühere Dosis sinnvoll sein – der Arzt entscheidet nach individueller Risikoabwägung.

Die Impfplanung sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen.

Wie lange hält Repevax an?

Die Schutzdauer von Repevax liegt bei mindestens zehn Jahren – das gilt für alle vier Komponenten. Die Antikörperpersistenz wurde in klinischen Studien über diesen Zeitraum nachgewiesen (Sozialministerium Österreich – Fachinformation).

Wie lange schützt Repevax vor Tetanus?

Der Tetanus-Schutz ist der robusteste: Nach einer Auffrischung sind die Antikörper für mindestens zehn Jahre nachweisbar. In Deutschland wird die Auffrischung daher im Zehnjahresrhythmus empfohlen (Paul-Ehrlich-Institut).

Wie lange schützt Repevax vor Diphtherie?

Der Diphtherie-Schutz hält ebenfalls zehn Jahre an. Allerdings sinken die Antikörperspiegel bei manchen Menschen früher ab – die Auffrischung nach zehn Jahren deckt auch diese Schwankungen ab (PatientenInfo-Service).

Der Zeitrahmen

Die zehnjährige Schutzdauer ist ein gut belegter Richtwert. Für Reisen in Länder mit hohem Diphtherie- oder Polio-Risiko kann eine frühere Auffrischung sinnvoll sein – sprechen Sie Ihren Arzt darauf an.

Fazit: Repevax schützt mindestens zehn Jahre vor allen vier Krankheiten. Der Impfschutz ist zuverlässig, aber nicht für immer – die Auffrischung nach zehn Jahren ist der Schlüssel zum dauerhaften Schutz.

Die Nachhaltigkeit des Schutzes hängt von individuellen Faktoren ab – regelmäßige Auffrischungen bleiben die beste Strategie.

Bestätigte Fakten

Was unklar ist

Repevax darf nicht zur Grundimmunisierung angewendet werden. Es ist ausschließlich für die Auffrischimpfung nach vollständiger Grundimmunisierung bestimmt.

Sanofi – deutsche Fachinformation

Die Anzahl und Terminierung der Dosen soll nach den örtlichen Empfehlungen festgelegt werden.

Sozialministerium Österreich – Fachinformation

Bei Erwachsenen mit unbekannter oder unvollständiger Impfanamnese gegen Diphtherie oder Tetanus kann Repevax als Teil einer Impfserie eingesetzt werden.

Sozialministerium Österreich – Fachinformation

Für Erwachsene ohne vollständige Impfanamnese ist der Gang zum Arzt die einzige Möglichkeit, den Schutz zu sichern – oder das Risiko einer unerkannten Impflücke bleibt bestehen. Der betriebsärztliche Dienst kann hier eine zentrale Rolle spielen, indem er Impfungen am Arbeitsplatz anbietet.

Ähnlich wie bei Repevax sollten Patienten auch bei der FSME-Auffrischimpfung nach Schema die vorgeschriebenen Intervalle einhalten, um einen dauerhaften Schutz zu gewährleisten.

Häufig gestellte Fragen

Ist Repevax ein Lebendimpfstoff?

Nein, Repevax ist ein Totimpfstoff (inaktiviert). Er enthält keine vermehrungsfähigen Erreger und kann daher auch bei Immunschwäche verabreicht werden (PatientenInfo-Service).

Kann Repevax gleichzeitig mit anderen Impfungen verabreicht werden?

Ja, in der Regel ist eine gleichzeitige Gabe mit anderen Totimpfstoffen möglich, sofern an unterschiedlichen Körperstellen geimpft wird. Die Fachinformation empfiehlt einen Mindestabstand von vier Wochen zu einer vorherigen dT-Impfung (Sanofi).

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten?

Es sind keine klinisch relevanten Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln bekannt. Bei immunsuppressiver Therapie kann die Impfantwort abgeschwächt sein (Sozialministerium Österreich).

Was kostet eine Repevax Impfung?

Die Kosten variieren je nach Arztpraxis und Krankenkasse. In der Regel übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Auffrischimpfung im Rahmen der Schutzimpfungsrichtlinie. Der Preis pro Dosis liegt etwa zwischen 30 und 50 Euro (Paul-Ehrlich-Institut).

Ist Repevax für Kinder unter 3 Jahren geeignet?

Nein, Repevax ist erst ab einem Alter von drei Jahren zugelassen. Für jüngere Kinder stehen andere Impfstoffe zur Verfügung (Paul-Ehrlich-Institut).

Wie wird Repevax gelagert?

Der Impfstoff muss im Kühlschrank bei 2 °C bis 8 °C gelagert werden und darf nicht eingefroren werden. Die Fertigspritze ist vor Licht geschützt aufzubewahren (PatientenInfo-Service).

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